Umgang mit Geld
How to

Der richtige Umgang mit Geld – so sichern Sie Ihre Familie ab

Warum der Umgang mit Geld wichtig ist

Der Umgang mit Geld gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die uns in der Schule nicht vermittelt werden – man kann ihn jedoch erlernen. Es ist der einzige Weg, in die finanzielle Unabhängigkeit zu gelangen und den eigenen Wohlstand zu vergrößern.

Wenn bei Ihnen am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist, dann sind Sie bei uns genau richtig. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag anhand einiger Tipps, wie Sie mit Geld umgehen lernen.

Mit ein wenig Willenskraft und Durchhaltevermögen können Sie binnen weniger Wochen Ihre finanzielle Situation verbessern.

Bevor wir Ihnen wertvolle Tipps liefern, möchten wir folgende Frage beantworten:

Warum ist ein richtiger Umgang mit Geld eigentlich so wichtig?

Geld ist ein begrenztes Gut – und zugleich lebenswichtig, um uns sowie unserer Familie eine angemessene Lebensqualität zu sichern. Es gibt viele Argumente, die für einen gesunden Umgang mit Geld sprechen.

Wer mit Geld umgehen lernt, der:

  1. vermeidet Schulden, beziehungsweise ist in der Lage, Schulden abzubauen.
  2. gibt weniger Geld aus und kann dadurch mehr sparen.
  3. legt ein wichtiges Fundament für die Zukunft.
  4. lebt in finanzieller Freiheit und Stabilität – ohne Sorgen.
Tipps, wie man mit Geld umgeht

So lernen Sie mit Geld umzugehen

Wenn Sie die Entscheidung getroffen haben, besser mit Geld umzugehen, ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung. Nun gilt es jedoch, Ihre Pläne zu realisieren.

Mit folgenden Ratschlägen funktioniert das:

Überblick über Finanzen behalten

Wer mit Geld umgehen lernen möchte, der muss sich erst einmal einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen.

Sie analysieren Ihre finanzielle Situation, indem Sie eine genaue Aufstellung der Einnahmen, Ausgaben, Schulden und des eigenen Vermögens tätigen.

Das gibt Ihnen Aufschluss darüber, wie viel Geld Sie zur Verfügung haben und was mit Ihrem Geld überhaupt passiert.

Das Führen eines Haushaltsbuches kann dabei eine sehr wichtige Rolle spielen. Haushaltsbuch – das klingt erstmal nach einer veralteten Methode aus Zeiten unserer Großeltern, jedoch ist sie sehr wirkungsvoll.

Außerdem müssen Sie dieses nicht physisch führen, sondern Sie können eine von zahlreichen Apps herunterladen, die Ihnen dabei helfen, Ihre Einnahmen und Ausgaben zu tracken.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, dann müssen Sie das Haushaltsbuch konsequent führen und auch die kleinste Ausgabe vermerken!

Rücklagen bilden & sparen

Jetzt kommt der Hautpunkt – sparen Sie Geld. Das ist häufig leichter gesagt als getan, für eine unabhängige finanzielle Zukunft jedoch der Schlüssel.

Wenn es Ihnen die finanzielle Situation nicht erlaubt, dann sind Sie selbstverständlich nicht in der Lage, mehrere Hundert Euro pro Monat zurückzulegen.

Wichtig ist, dass Sie so schnell wie möglich einen Notgroschen ansparen, damit Sie bei unerwarteten Kosten nicht auf einen Kredit zurückgreifen müssen.

Versuchen Sie, mindestens 10 % Ihres monatlichen Gehaltes zur Seite zu legen. Anstatt dies zum Monatsende zu tun (dann ist häufig nicht mehr ausreichend Geld auf dem Konto), raten wir Ihnen, das Geld direkt zu Beginn des Monats zur Seite zu legen.

Kreditkarten vermeiden

Kreditkarten sind zugegebenermaßen sehr praktische Zahlungsmittel – können aber problematisch sein, wenn Sie ohnehin schon Probleme im Umgang mit Geld haben.

Bei Zahlungen mit der Kreditkarte spürt der Verbaucher physisch nicht, dass das Geld weniger wird. Außerdem besteht die Gefahr, dass Sie die Kreditkarte überziehen und den Dispokredit nutzen.

Dieser erhöht nicht nur das Risiko einer Schuldenfalle, sondern hat auch enorm hohe Zinsen jenseits der 10-%-Marke!

Wir raten also dazu, das Geld, das Ihnen monatlich zur Verfügung steht, abzuheben und in Briefumschläge einzuteilen.

Verbessern Sie Ihren Schufa-Score, indem Sie unnötige Kreditkarten kündigen und behalten Sie mit Barzahlungen den Überblick!

Konsumverhalten hinterfragen

Lernen, mit Geld umzugehen, bedeutet auch, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen.

Viele Menschen machen den Fehler, über den eigenen Verhältnissen zu leben und sich Dinge zu kaufen, die schlicht und ergreifend zu teuer sind.

Das Ziel sollte nicht lauten, das Geld auszugeben, sondern es zu sparen – mindestens 10 % von dem, was Sie verdienen.

Bevor Sie das nächste Mal also eine Investition tätigen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Benötige ich diesen Gegenstand wirklich?
  2. Wenn ja, benötige ich ihn sofort oder gibt es Alternativen?
  3. Was passiert, wenn ich diesen Gegenstand jetzt nicht kaufe?

Investieren Sie Ihr Erspartes sinnvoll und planen Sie in Sachen Finanzen langfristig, anstatt impulsive Entscheidungen zu treffen. Verwechseln Sie Ihre Wünsche nicht mit Ihren Bedürfnissen! So entsteht riesiges Einsparpotenzial.

Geld langfristig anlegen

In Zeiten der Inflation kommt es zu einer Entwertung unseres Geldes, was bedeutet, dass es dahinschmilzt.

Die niedrigen Zinsen, die wir für das Geld auf unserem Sparbuch erhalten, können nicht dagegensteuern. Deshalb sollten wir wenigstens einen Teil unseres Geldes anderweitig anlegen – zum Beispiel in ETFs.

Bei ETFs handelt sich hierbei um eine diversifizierte und somit risikoarme Anlage, die sich insbesondere über einen längeren Zeitraum (mindestens zehn Jahre) lohnt.

Es gibt viele Broker, bei denen Sie noch heute kostenlos ein Konto eröffnen können. Der Vorteil: Sie brauchen kein Vermögen, um in ETFs zu investieren, bereits 25,- EUR pro Monat reichen aus!

Ziele setzen und Disziplin zeigen

Besonders wenn wir mit wenig Geld haushalten müssen, kann das eine große Herausforderung sein. Setzen Sie sich für Ihr Vorhaben Ziele und halten Sie sich diese stets vor Augen. Stellen Sie sich die Frage danach, wofür Sie sparen und wie viel Geld Sie dafür benötigen.

Ziele setzen hilft dabei, diszipliniert zu sein und nicht den Fokus zu verlieren. Zu den kurzfristigen Zielen sollte auf jeden Fall der Abbau von Schulden zählen, wenn Sie diese haben sollten.

Bezahlen Sie zuerst die Schulden mit den höchsten Zinsen ab und arbeiten Sie sich dann weiter voran.

Ein langfristiges Ziel könnte folgendermaßen lauten:

1.      Ich möchte 15 % meines monatlichen Gehaltes sparen.

2.      Ich möchte mein Vermögen um 15.000,- EUR erhöhen.

3.      Bis 2030 möchte ich 10.000,- EUR in Aktien angelegt haben.

Diese Apps helfen beim Umgang mit Geld

Es gibt einige Apps, die Sie dabei unterstützen, mit Geld richtig umzugehen. Diese präsentieren wir Ihnen im Folgenden:

  • Fabit – ist ein digitaler Coach, mit dem Sie sich einen besseren Überblick über Ihre Finanzen schaffen, Zahlungen planen und Spartipps erhalten. Die App hilft, digitale Gewohnheiten zu verbessern und ist im App Store und Google Play Store erhältlich.

Als Alternative zu Fabit können Sie die App Finanzguru nutzen.

  • Monefy – ist ebenfalls eine kostenlose Haushaltsbuch-App, die Ihnen dabei hilft, Ihre Ausgaben zu tracken. Die App hilft dabei, Ihre Ausgaben intuitiv, simpel und verständlich zu dokumentieren und ermöglicht ein übersichtliches Tracking der Ausgaben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihre finanzielle Situation nicht in den Griff bekommen und nichts hilft, stehen Ihnen kostenlose Schuldenberatungsstellen zur Verfügung. Die Caritas oder die Diakonie sind in dieser Hinsicht gute Ansprechpartner.

Häufig gestellte Fragen zum Umgang mit Geld

Warum ist der richtige Umgang mit Geld so wichtig?

Finanzen sind ein wichtiger Aspekt in unserem Leben. Wer ausreichend Geld hat, der verspürt finanzielle Sicherheit und ist in der Lage, sich und seiner Familie ein gutes Leben zu ermöglichen.

Sind wir nicht in der Lage, richtig mit Geld umzugehen, drohen Existenzängste, die wir psychisch oftmals sehr schwer durchleben.

Wie lerne ich mit Geld umzugehen?

Wir haben in diesem Beitrag einige Punkte zusammengefasst, durch die Sie lernen, mit Geld umzugehen. Dazu gehört das Führen eines Haushaltsbuches, konsequentes Sparen und die ständige Analyse des eigenen Konsumverhaltens.

Außerdem empfehlen wir, dass Sie sich Ziele setzen und Ihr Geld langfristig anlegen. Dabei sollten Sie sich nicht für eine riskante Anlageform entscheiden, sondern ein diversifiziertes Portfolio erstellen, zum Beispiel mithilfe von einem ETF-Sparplan.

Ich kann nicht mit Geld umgehen – was nun?

Prinzipiell ist es mit Disziplin und Entschlossenheit möglich, den Umgang mit Geld zu erlernen. Neben diesem Beitrag finden Sie zahlreiche Hilfestellungen rund um das Thema z. B. in Tutorials auf YouTube sowie Tools und Apps.

Wenn alles nicht hilft, empfehlen wir, eine kostenlose Schuldenberatung aufzusuchen. Diese begleitet Sie auf dem Weg zur Schuldenfreiheit und gibt Ihnen wertvolle Ratschläge rund um das Thema Finanzen.

Am Ende des Tages liegt es an Ihnen und Ihrer Einstellung – je schneller Sie das meistern, desto eher werden Sie finanziell unabhängig.

War dieser Artikel hilfreich?

Seien Sie die erste Person, die ein Feedback für diesen Artikel abgibt.

Sven Wilke ist Chief Operating Officer von Financer Deutschland und seit 2019 für das internationale Online-Vergleichsportal tätig.

Teilen
Read Icon365 Mal gelesen
Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2022
Nutzen Sie Financer.com und machen Sie einen Unterschied.  Mehr erfahren