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So vermeiden Sie, dass Ihre Kinder eine Hypothek aufnehmen müssen

Wäre es nicht genial, wenn Jugendliche keine Hypothek mehr aufnehmen müssten, um ihr eigenes Zuhause anzuschaffen? Eigenes Haus bzw. eigene Wohnung mit 30 Jahren, schuldenfrei, das wäre der Traum.

In der Realität zahlen viele Jugendlichen erstmals Ihren Studentenkredit mit 30 Jahren ab. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es kaum möglich, Geld anzulegen, da die Kredittilgung Vorrang hat. Man kann nur hoffen, dass sich die Investition in das Studium auszahlt und man demnächst ein höheres Einkommen verdient, welches es ermöglicht, das Vermögen schneller aufzubauen.

Mit 30 Jahren möchte man oft schon eine Familie gründen. Hat man nicht das notwendige Kapital, muss man Miete zahlen bzw. eine Hypothek aufnehmen, um sich ein eigenes Zuhause anzuschaffen. Beide Optionen sind nicht ideal, dennoch bleibt vielen keine andere Wahl. Entweder zahlt man dem Vermieter oder der Bank. Im Endeffekt zahlt man immer drauf.

Mit der Aufnahme einer Hypothek kommt eine gewisse Verantwortung auf die Kreditnehmer zu. Man muss nicht nur für das Wohlbefinden der Familie sorgen, sondern auch gesundheitlich fit sein und gut verdienen, um das Eigenheim zu finanzieren. Es ist nicht unmöglich aber auch kein Spaziergang. Müsste man keine Hypothek aufnehmen, wäre das Leben deutliche stressfreier.

Ab Tag 1 wird Ihre finanzielle Zukunft bestimmt

Spulen wir 30 Jahre zurück. Sie sind gerade auf die Welt gekommen. Ihre Eltern haben nun die Aufgabe, Sie zu erziehen und auf das Leben vorzubereiten. Erziehung und Bildung sind sehr wichtige Punkte, die Ihren Charakter bilden. Die Eltern erziehen Sie so gut wie sie nur können bzw. selbst erzogen wurden.

Nebenjobs sind sinnvoll für Jugendliche

Häufig fangen die Kinder mit 16 Jahren an, sich Sommerjobs zu suchen, um sich eigenes Geld zu verdienen. Mit den Jahren erhöht sich der Arbeitsaufwand und man wird auf das Arbeitsleben vorbereitet. Dies ist auch extrem wichtig, da viele Jugendliche den Wert des Geldes nicht schätzen, wenn sie es nicht selbst verdienen müssen.

Während der Erziehung der Kinder sollte man sie auf das Leben vorbereiten. Einen wichtigen Punkt im Leben spielen auch die Finanzen. Dieses Thema wird jedoch viel zu wenig behandelt bzw. ist in vielen Familien Tabu. Die Eltern hoffen, dass die Kinder das notwendige Wissen über Finanzen in der Schule gelernt bekommen. Irrtum, nicht einmal in der Wirtschaftsakademie wird gelernt, wie man mit Geld richtig umgehen soll und sein Vermögen aufbaut.

Wenn man dies kritisch betrachtet, könnte man sich beinahe denken, dass das Bildungssystem möchte, dass die Kinder zu diesem Thema keine Informationen erhalten, um den Konsum zu fördern.

Die Eltern sollten sich also selbst informieren und den Kindern ihr Wissen weitergeben. Dies hilft den Kindern nicht nur in der Zukunft souveräne finanzielle Entscheidungen zu treffen, sondern indirekt durch das aufgebaute Vermögen auch die eigenen Eltern im Alter zu versorgen.

Es ist wichtig das Thema Finanzen auch vor den Kindern zu besprechen. Die Eltern übernehmen oft die Rolle der Vorbilder. Die Kinder sollten wissen, dass das Geld nicht auf Bäumen wächst. Unnötige Familienausgaben bzw. den Kauf von Luxusgütern interpretieren die Kinder als normal und sie werden dies auch selbst tun, wenn sie volljährig sind.

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Man sollte Kindern zeigen, dass man sparsam mit dem verdienten Geld umgeht. Ein gewisser Prozentsatz vom Einkommen soll immer angelegt werden, so dass das Kind auch sieht, dass die Familie langfristig Geld spart, um sich größere Investitionen selbst zu leisten. Die Eltern sollten dem Kind beibringen, dass man sich nicht alle Wünsche mit einem Kredit erfüllen muss.

Seien Sie ein gutes Vorbild

Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es mit Geld umgehen soll und dass man durch Disziplin langfristig sein Vermögen aufbauen kann, um sich größere Investitionen ohne Kredit zu leisten. Es wird leider noch immer viel zu oft angenommen, dass eine Kreditfinanzierung notwendig sei, um sich einen Wunsch erfüllen zu können.

Nun haben Sie Ihrem Kind die richtige Einstellung übermittelt. Dies ist zwar schön, aber ein 300.000,- EUR teures Haus lässt sich damit noch nicht finanzieren.

Sie haben die Möglichkeit, Ihr Kind auch hier zu unterstützen, indem Sie von der Geburt an regelmäßig Geld für Ihr Kind anlegen. Einen Sparplan für Ihr Kind erstellen Sie innerhalb von wenigen Augenblicken online. Sie können schon ab 25,- EUR im Monat langfristig Geld anlegen und in ETFs (Gruppe von Aktien), Rohstoffe oder etwa Anleihen investieren.

Historisch betrachtet waren immer alle Investoren, die über eine Laufzeit von mindestens 15 Jahren Ihr Geld in Aktien gestreut haben, im Plus. Bei gewissen Anlagen profitieren Sie mit der Zeit auch vom Zinseszinseffekt, welcher die Rendite nochmal steigen lässt. Wenn man sich die Rendite der letzten 100 Jahre ansieht, erhält man eine durchschnittliche Wertsteigerung von 5% im Jahr.

Man kann nicht voraussehen wie sich die Kurse in Zukunft entwickeln werden, geht man jedoch von einem ähnlichen Trend aus, erzielt man mit einer monatlichen Einlage von 100,- EUR über 18 Jahre bei einer konservativen 5%-igen Rendite einen Endbetrag von knapp 40.000,- EUR. Dies ist bereits ein gutes Startkapital für Jugendliche.

Bespart man hier weitere 12 Jahre, erhöht die monatliche Einlage bzw. streut die Investition auch über risikoreichere Anlagen kann man mit 30 Jahren über ein Vermögen von mehr als 100.000,- EUR verfügen. Angenommen man möchte sich zu zweit ein Zuhause kaufen und der Partner verfügt über ein ähnlich hohes angespartes Vermögen ist eine Anschaffung ohne eine Hypothek nicht mehr so unrealistisch bzw. kann eine deutlich niedrigere Baufinanzierung aufgenommen werden.

Helfen Sie Ihrem Kind souveräne finanzielle Entscheidungen zu treffen

Besparen Sie von der Geburt Ihres Kindes an einen Sparplan bzw. legen Sie Geld für Ihr Kind in Anlageformen an, die einen historisch wachsenden Trend verzeichnen. Dies schafft ein gutes Startkapital, welches Ihr Kind ab der Volljährigkeit weiterhin besparen kann, um sich größere Investitionen wie z.B. ein Haus ohne Fremdfinanzierung anzuschaffen.

Indem Sie dieses Wissen an Ihr Kind weitergeben, profitieren auch Ihre Enkelkinder davon. Ihre Kinder können mehr Zeit mit ihren eigenen Kindern verbringen, ohne sich stets Gedanken zu machen, ob man genug Geld verdient, um die Rate für das Haus zu begleichen.

Durch diese Denkweise spart man sich nicht nur den zusätzlichen Stress, sondern auch die Kosten für Zinsen und diverse Versicherungen und Gebühren, die mit einer Hypothek verbunden sind.

Eltern möchten für Ihre Kinder schließlich das Beste. Dies endet nicht sobald sie erwachsen sind und aus dem Haus ziehen. Seien Sie ein gutes Vorbild und zeigen Sie Ihren Kindern, wie man mit Geld richtig umgeht.

Dieser Artikel soll Ihnen einige Denkanstöße geben, wie Sie Ihre sowie die finanziellen Entscheidungen Ihrer Kinder positiv beeinflussen können.

Natürlich hat jede Familie eine andere Ausgangssituation und andere Lebensumstände, welche die Höhe der Sparbeträge beeinflussen. Jeder soll so viel Geld anlegen, wie seine finanzielle Situation ermöglicht. Wichtig ist, dass man die Wichtigkeit der Lage versteht und mit dem Geldanlegen überhaupt beginnt.

Seien Sie vorbildlich, zeigen Sie Ihren Kindern wie man das Geld nicht verschwendet und sie werden sich bei Ihnen in der Zukunft bedanken.

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    Sven Wilke ist Chief Operating Officer von Financer Deutschland und seit 2019 für das internationale Online-Vergleichsportal tätig.

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    Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2021

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