Auf Besuch bei EstateGuru

6 Minuten

Anfang August haben wir die estnische P2P-Plattform EstateGuru in Tallinn besucht. Das Team von EstateGuru hat uns drei Objekte gezeigt, die von den Investoren auf der Plattform mitfinanziert wurden und wir konnten uns in interessanten Gesprächen austauschen und mehr über die P2P-Plattform erfahren.

In diesem Beitrag teilen wir unsere Eindrücke von EstateGuru.

Als erstes haben wir uns mit Tauri Tiik getroffen, der als Kreditmanager bei EstateGuru tätig ist. Tauri hat uns drei Objekte in der Nähe von Tallinn gezeigt, die gemeinsam mit den Investoren mitfinanziert wurden.

Wohngebäude in Maardu

Das erste Objekt war ein Wohngebäude in Maardu, das im März 2020 fertig gebaut sein soll. Es handelt sich um ein Immobilienobjekt mit 21 Wohnungen und einer gewerblichen Fläche. Die Wohnflächen der Wohnungen betragen zwischen 37 m² und 64 m² und der Verkauf hat im August 2019 begonnen.

Das Projekt wurde bisher in zwei Etappen finanziert. Als erstes wurde ein Kredit von 82.000,- EUR aufgenommen. In der zweiten Runde haben 886 Investoren insgesamt 110.000,- EUR investiert. Beide Kredite laufen über eine Laufzeit von 12 Monaten. Der LTV (Beleihungssatz) beträgt 55 % und die Rendite 10,5 % im Jahr.

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Nähere Informationen zu den auf EstateGuru gelisteten Krediten finden Sie hier:
https://estateguru.co/portal/investment/show/EE0318
https://estateguru.co/portal/investment/show/EE0436

Mehr Informationen über das Projekt selbst bzw. über die Preise der Wohnungen finden Sie hier. (Nutzen Sie die Google-Translate-Funktion, um die Informationen in Chrome ins Deutsche zu übersetzen.)

Familienhäuser in Kaljula

16 Kilometer von Tallinn entfernt wurden mehrere Familienhäuser über EstateGuru finanziert. Es handelt sich meist um Doppelfamilienhäuser für zwei Familien. Die Objekte verfügen über drei Zimmer (Küche mit Wohnraum verbunden), ein Bad und eine Sauna.

Der LTV beträgt bei diesem Projekt 50 % und die Rendite 9,50 % p.a. Der Kredit soll im November 2019 getilgt werden.

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Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Wohngebäude in Ringikodu

Das dritte Objekt war ein 2018 fertig gestelltes Wohngebäude in Ringikodu. Der Bauträger hat bereits mehrere Immobilienprojekte mit EstateGuru erfolgreich finanziert.

Das Projekt wurde auch in diesem Fall in mehreren Etappen gebaut und finanziert. Die Rendite für die Investoren betrug 11 % p.a. bei einem LTV von nur 25 %. Der Bauträger konnte den Kredit sogar vorzeitig tilgen.

In diesem Zusammenhang war es auch interessant zu erfahren, dass der Kreditnehmer mit dem Objekt eine Rendite von 200 % erwirtschaften konnte.

Für jene Investoren, die sich stets fragen, warum Bauträger teure Kredite von P2P-Plattformen aufnehmen, ist es ein gutes Zeichen zu wissen, dass es sich in vielen Fällen sehr wohl rentiert, eine schnelle Finanzierung über EstateGuru aufzunehmen.

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Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier:
https://estateguru.co/portal/investment/show/EE1149
https://estateguru.co/portal/investment/show/EE5918
https://estateguru.co/portal/investment/show/EE2063

Was haben wir noch von EstateGuru erfahren?

Nach der Besichtigung der Objekte sind wir zurück nach Tallinn gefahren und haben uns mit den EstateGuru Mitarbeitern über diverse Themen unterhalten. Hier einige der für Investoren relevanten Informationen.

Risiken bei P2P-Investments während der Finanzkrise

Ein großer Punkt des Gesprächs waren die Risiken, die mit P2P-Investments verbunden sind. Wir haben dafür das Gespräch mit Eric Noormets, dem Debt-Manager bei EstateGuru gesucht.

Während der letzten Finanzkrise sind die Preise der Immobilien am baltischen Markt deutlich gesunken. Die Märkte in den baltischen Ländern sind relativ klein, weshalb sie sehr schnell reagieren. Viele Investoren, die schnell ausgestiegen sind, haben Geld verloren. Laut Eric haben sich die Preise mit der Zeit wieder stabilisiert, so dass langfristige Investoren schließlich sogar Gewinne erwirtschaften konnten.

Beim Gespräch mit Tauri haben wir erfahren, dass die Wertminderung der Immobilien sehr wohl auch vom Standort abhängig ist. Hätten wir jetzt eine Finanzkrise, würden die Preise in Tallinn nicht mehr als 10 – 15 % sinken. In ländlichen Gebieten könnte das jedoch anders aussehen. Laut Tauri haben einige der Immobilien (nicht über EstateGuru finanziert) in den ländlichen Gebieten im Jahr 2008 so weit am Wert verloren, dass sie bisher den Preis nicht eingeholt haben.

EstateGuru finanziert Projekte mit einem Beleihungszins von max. 75 %. Durchschnittlich liegt der LTV sogar bei 60 %. EstateGuru behält sich daher einen Puffer von 25 bis 40 % (manchmal auch mehr). Kann der Kreditnehmer den Kredit nicht zurückzahlen, müsste der Wert der Immobilie um diesen Puffer sinken, um einen Verlust einzufahren.

  • Bisher hat EstateGuru kein Kapital von Investoren verloren.
  • Die Plattform verfolgt eine ähnliche Bonitätsbewertung der Kreditnehmer wie auch die Banken.
  • Die Kreditwürdigkeit wird von Experten mit jahrelangen Erfahrungen aus dem Risikomanagement durchgeführt.

Dies hinterließ einen durchaus positiven Eindruck auf uns.

Manuell oder automatisch investieren – was ist besser?

Es gibt tatsächlich sehr viele Investoren, die noch manuell in P2P-Kredite auf EstateGuru investieren und eine eigene Prüfung der Kreditnehmer durchführen.

Die Plattform leitet alle Daten an die Investoren weiter. Anleger haben die Möglichkeit, die Kreditnehmer zu recherchieren. Vor allem in Estland gibt es zahlreiche Online-Register, die Daten über Bauträger und Unternehmen veröffentlichen.

Zwei der EstateGuru Mitarbeiter, die wir befragt haben, investieren ausschließlich manuell in Immobilienkredite bei EstateGuru.

Ob Sie nun manuell oder automatisch investieren, hängt von Ihrem eigenen Geschmack ab. Wenn Sie vorhaben, höhere Kreditsummen in ein Projekt anzulegen, ist es empfehlenswert, eine eigene Recherche zum Bauträger durchzuführen und manuell zu investieren.

In Estland sind alle Informationen zu den Bauunternehmen meist kostenlos auf Online-Registern zu finden.

Warum gehen Bauträger zu EstateGuru und nicht zu einer Bank?

Viele Investoren wundern sich, warum Bauträger eher um eine Finanzierung bei EstateGuru anfragen als bei einer Bank. Hier sind einige Gründe dafür.

Ablehnung bei der Bank

Große Banken haben häufig sehr strenge Anforderungen an Kreditnehmer. Das ist auch gut so, da sie nicht unnötig das Risiko erhöhen möchten. Fakt ist jedoch, dass häufig durchaus interessante Projekte von der Bank abgelehnt werden.

Ein möglicher Grund kann zum Beispiel eine zu kurze Laufzeit sein. Eine kurze Kreditlaufzeit bedeutet geringe Zinsen, was wiederum den Gewinn der Bank drückt.

Ein weiterer Grund wäre, dass das Unternehmen, das um eine Finanzierung anfragt, neu gegründet wurde. Hat die Firma keine langjährige Geschichte, wird der Kreditantrag häufig abgelehnt.

EstateGuru kann in beiden Fällen das Unternehmen genauer prüfen und bei einer positiven Prüfung das Projekt finanzieren.

Marketing

Viele der EstateGuru Investoren sind aus Estland bzw. aus dem Land, wo das Immobilienprojekt finanziert wird. EstateGuru ist somit auch gleichzeitig eine gute Quelle, sich über aktuelle Bauprojekte zu informieren.

Ist man als Investor auf der Suche nach einer Immobilie, kann man über interessante Möglichkeiten direkt bei EstateGuru erfahren. EstateGuru ist daher gleichzeitig auch eine gute Werbeplattform für Bauträger.

Gute Erfahrungen

Zahlreiche Bauträger, die bereits gute Erfahrungen mit EstateGuru gemacht haben, lassen häufig ihre zukünftigen Projekte auch über die Plattform finanzieren. Die schnelle und flexible Finanzierung ist das, was EstateGuru besonders attraktiv macht.

Wie funktioniert die Eintreibung der Schulden?

Die Eintreibung der Kreditschulden variiert in jedem Land. In Estland kann EstateGuru den Kreditvertrag kündigen und den Fall an den Gerichtsvollzieher weiterleiten.

In Lettland muss EstateGuru zuerst beim Gericht um Erlaubnis anfragen, um die Kreditsicherheiten zu verwerten, was den Prozess etwas verlängert.

Dank der einheitlichen EU-Richtlinien gibt es keine großen Unterschiede, was die Eintreibung von Kreditschulden in verschiedenen Ländern betrifft.

Wenn das Projekt auf der Plattform den Status “Verspätet” auf “Ausgefallen” ändert, bedeutet dies, dass EstateGuru den Fall an Gerichtsvollzieher zur Schuldeneintreibung weitergeleitet hat.

In der Regel wird dem Unternehmen eine Periode von 30 Tagen eingeräumt, in der es die Schulden freiwillig zurückzahlen kann. Wenn der Kreditnehmer die Restschuld nicht tilgt, werden die Sicherheiten zur Auktion gelistet. Bei der Auktion wird versucht, den höchstmöglichen Preis zu erzielen und somit das Geld an Investoren samt Rendite zurückzuzahlen.

Die Plattform hat aktuell ein kostenpflichtiges Mahnsystem eingeführt, was die Kosten bei Kreditnehmern bei verspäteten Zahlungen erhöht. Man verspricht sich damit eine schnellere Rückzahlung der Kreditraten.

Investieren in besicherte Immobilienprojekte

Das waren unsere Eindrücke von EstateGuru. Wenn Sie interessiert sind, bei EstateGuru zu investieren, empfehlen wir Ihnen, sich unsere EstateGuru Erfahrungen und Anleitung durchzulesen.

EstateGuru ist für Anfänger sowie Fortgeschrittene P2P-Investoren eine gute Möglichkeit, die Einlage in P2P-Kredite zu diversifizieren und in besicherte Immobilienprojekte zu investieren.

Wenn Sie sich 0,5 % Cashback auf Ihr Investment bei EstateGuru sicher möchten, nutzen Sie unseren Link, um sich bei der Plattform anzumelden. Die Registrierung dauert nur wenige Minuten.

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